Die private Krankenversicherung - Ein Ratgeber

In den meisten Industrieländern gibt es die Möglichkeit, zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung auch eine sogenannte private Krankenversicherung abzuschließen.

Diese Zusatzkrankenversicherungen werden von privatrechtlichen Versicherungsunternehmen zu unterschiedlichen Versicherungsbedingungen, Konditionen und Prämien angeboten.

Im deutschen Gesundheitswesen (anders als zum Beispiel in Österreich) gibt es hier die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung sowohl zusätzlich, als auch anstelle einer staatlichen (gesetzlichen) Versicherung abzuschließen. Diese Möglichkeit bietet Versicherten zusätzlichen Gestaltungsspielraum, um Einfluss auf Versicherungsleistungen sowie die Prämien zu nehmen.

Was genau die private Krankenversicherung bietet, welche Vor- aber auch welche Nachteile der Abschluss einer solchen mit sich bringt, die Unterschiede für verschiedene Berufsgruppen, aber auch die Möglichkeit von Preisvergleichen mittels Online-Rechnern werden hier nachgehend näher beleuchtet.



Die Rechtsgrundlage der privaten Krankenversicherung in Deutschland

Die im folgenden genannte PVK (Private Krankenversicherung) wird von privatrechtlichen Versicherern und Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit angeboten. Die Rechtsgrundlage bietet das Versicherungsvertragsgesetz und das Unternehmensrecht.

Bei Abschluss einer PVK kommt ein freiwilliger privatrechtlicher Vertrag zustande, der den Versicherer verpflichtet, bei Eintritt eines Versicherungsfalles Leistungen gemäß den Versicherungsbedingungen zu erbringen. Der Versicherungsnehmer hingegen ist zur Prämienzahlung und Einhaltung der Obliegenheiten verpflichtet.

Eine wichtige Obliegenheit stellt die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen dar. Werden hier inkorrekte Angaben gemacht oder wird etwas Wesentliches verschwiegen, insbesondere z.B. Informationen zu Vorerkrankungen oder bestehenden Erkrankungen, kann dies in weiterer Folge zur Leistungsverweigerung des Versicherers führen.

Private Krankenversicherer unterstehen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, während gesetzliche Krankenversicherer der Rechtsaufsicht des Bundesversicherungsamtes unterliegen.

Unterschiede zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung

Zwischen der GKV und der PKV gibt es wesentliche Unterschiede, welche man vor einem Wechsel jedenfalls überdenken sollte:

Die gesetzliche Grundlage
Die maßgeblichen gesetzlichen Regelungen für die GKV sind im Sozialgesetzbuch geregelt, während die PVK unter die Regelungen des Versicherungsvertragsgesetzes fällt.

Die Vertragsgrundlage
In der GKV ist der versicherte Personenkreis gesetzlich geregelt, während in der PKV eine freiwillige Vertragsübereinkunft zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsnehmer besteht.

Die versicherten Personen
In der GKV sind Personen ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert, in der PKV ist für jede Person individuell eine Prämie zu entrichten.

Die Gesundheitsprüfung
In der PKV findet vor Vertragsabschluss eine Gesundheitsprüfung statt, welche Auswirkungen auf die Prämie oder auch auf die Annahme haben kann, nicht so bei der GKV.

Das Eintrittsalter
Die PKV kann bei geringem Gesundheitsrisiko, speziell bei jungen Leuten, mit günstigeren Tarifen und höherem Leistungsangebot aufwarten, bei zunehmenden Alter und damit auch zunehmenden Risiko, oder bei Änderung des Familienstandes, ist hingegen die GVK oftmals von Vorteil.

Die Beiträge
Bei der GKV richten sich die Beiträge immer prozentuell nach dem Einkommen (Lohn, Gehalt, Provisionen, usw.), wobei sich bei der PKV die Prämie nach dem individuellen Risiko ausrichtet.
PKV-Versicherte haben durch die Vereinbarung von Selbstbehalten oder Deckungsausschlüssen direkten Einfluss auf die Prämiengestaltung. Versicherte in der GKV können durch Wahltarife und die Vereinbarung von Selbstbehalten jährliche Bonuszahlungen oder Zuzahlungsermäßigungen erhalten.

Die Altersrückstellung
Um die Prämienlast im fortgeschrittenen Alter zu mindern, werden bei der PKV Altersrückstellungen gebildet, dies ist bei der GKV nicht der Fall.
Im Falle eines Versicherungswechsels besteht kein gesetzlicher Anspruch, die Altersrückstellung auf das neue Versicherungsunternehmen zu übertragen. Nach einigen Jahren ist die Altersrückstellung so hoch, dass ein Versicherungswechsel für den Versicherten nicht ökonomisch ist und er so an das Versicherungsunternehmen gebunden ist.
Beim Tarifwechsel beim selben Versicherungsunternehmen ist die Mitnahme der Altersrückstellung jedoch in vollem Umfang möglich.

Der Wechsel
Der Wechsel innerhalb von verschiedenen gesetzlichen Krankenkassen ist relativ einfach möglich. Auch ein Wechsel der PKV ist möglich, kann aber durchaus zu erhöhten Beitragsberechnungen führen. Außerdem sind Kündigungsfristen und Vereinbarungen einzuhalten.

Die Leistung
In der GKV müssen sämtliche Leistungen „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein. Leistungen, welche nicht notwendig oder unwirtschaftlich sind, können nicht in Anspruch genommen werden. Die PKV hingegen unterliegt dieser Regelung nicht, hier können Zusatzleistung, unabhängig von ihrer Wirtschaftlichkeit vereinbart werden, wobei dies selbstverständlich jedoch mit höheren Prämien verbunden ist.

Im Rahmen der GKV gilt das Sachleistungsprinzip, das bedeutet, Versicherte erhalten tatsächliche Leistungen wie Behandlungen, Medikamente, usw. In der PKV erfolgt die Vergütung auf Basis des Kostenerstattungsprinzips.
In der GKV ist die Art und Höhe der Leistung für alle Versicherten mit dem gleichen Krankheitsbild gleich. Bei der PKV unterscheidet sich die Art und Höhe der Leistung individuell auf Basis des abgeschlossenen Versicherungsvertrags.

Generelle Grundlagen für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung

Für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung (sowohl der Vollversicherung, als auch der Zusatzversicherung) wird das individuelle Risiko geprüft, das der zukünftige Versicherungsnehmer darstellt. Ausschlaggebend sind hier:

Bei Vorerkrankungen oder gewissen Risikofaktoren wird häufig ein Leistungsausschluss vereinbart, was bedeutet, dass die Versicherung in bestimmten Fällen, die mit der Vorerkrankung in Verbindung stehen, nicht zur Leistung verpflichtet ist oder es wird ein entsprechender Risikozuschlag in Form höherer Prämien festgelegt. Eine Ausnahme dabei stellt lediglich der Basistarif dar. Hier besteht durchaus ein Aufnahmeanspruch.
Bei schlechter finanzieller Lage oder negativer Schufa-Auskunft kann der Versicherer die Annahme des Vertrages ablehnen.

Die private Krankenvollversicherung

In Deutschland besteht die Möglichkeit, unter gewissen Voraussetzungen aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszutreten und eine private Krankenvollversicherung abzuschließen. Rund 11 Prozent der deutschen Bevölkerung haben sich zu diesem Schritt entschieden.

Bei der privaten Krankenvollversicherung hat der versicherte die Möglichkeit, seine Krankenversicherung individuell zu gestalten. Mit zahlreichen Tarifbestandteilen und Modulbausteinen kann er die private Krankenvollversicherung seinen Bedürfnissen anpassen.

Je nach Versicherungsunternehmen und deren Tarifen sind die Gestaltungsmöglichkeiten, selbst der einzelnen Bausteine, sehr umfassend und variabel. Es gibt aber auch hier branchenweite, einheitliche Tarife, die bei allen Versicherungsunternehmen den gleichen Deckungsumfang aufweisen:

Zusätzlich zu den individuellen Gestaltungsmöglichkeiten und den branchenweit einheitlichen Tarifen, werden von den meisten Versicherungsunternehmen auch Sondertarife für bestimmte Berufs- und Personengruppen angeboten. Für folgende Gruppen sind Sondertarife auf dem Markt verfügbar:

Der Basistarif der privaten Krankenvollversicherung

Der Basistarif wurde zum 01.01.2009 eingeführt und weist bei allen Anbietern den gleichen Deckungsumfang auf. Auch wurde eine Versicherungspflicht für die PVK eingeführt. Der Basistarif kann von allen Personen abgeschlossen werden, die bei der Einführung nicht bereits anderweitig versichert waren und für die eine Versicherungspflicht im Rahmen der PVK besteht.

Gesetzlich geregelt ist der Basistarif im Versicherungsaufsichtsgesetz, welches zum 01.01.2016 reformiert wurde. Inhaltlich gab es hier keine Änderungen, es wurde lediglich die Lesbarkeit des Gesetzes erhöht.

Wesentlich beim Basistarif ist, dass die Art, der Umfang sowie die Höhe der Pflichtleistungen denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen müssen und der Betrag darf den der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschreiten. Auch darf der Versicherer für Vorerkrankungen keinen Risikozuschlag erheben oder keinen Leistungsausschluss vereinbaren.
Für folgende Personen MUSS der Basistarif von Versicherern gewährt werden:

Der Anspruch auf Wechsel in den Basistarif besteht nur bei dem Versicherungsunternehmen, bei dem der Versicherte bereits privatkrankenversichert war. Ein Wechsel vom Versicherer ist zwar möglich und wird von den meisten Versicherungen auch akzeptiert, gesetzlicher Anspruch besteht dafür aber nicht.
Im Basistarif haben privat Versicherte keinen klagbaren Rechtsanspruch auf Sachleistungen, da im Rahmen der PKV immer nur nach dem Kostenerstattungsprinzip abgerechnet wird. Auch Vertragsärzte sind, anders als im Rahmen der GKV, nicht zur Leistung, sprich zur Behandlung verpflichtet.

Der Standardtarif der privaten Krankenvollversicherung

Der Standardtarif ist ausgelegt für Personen fortgeschrittenen Alters, welche einen preiswerten Tarif benötigen. Der Standardtarif ist nur für bestimmte, vom Gesetzgeber definierte Personen möglich. Die Leistungen und Beiträge dürfen nicht höher als die der GKV sein. Der Standardtarif kann, je nach Vorlaufzeit günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung sein.
Für folgende Personen steht der Tarif, sofern bereits eine private Krankenvollversicherung vor dem 01.01.2009 abgeschlossen wurde, offen:

Der Standardtarif kann nicht mit Zusatzversicherungen ergänzt werden, und der Abschluss für Neukunden (erstmalig im Rahmen der PKV versichert) ist NICHT mehr möglich.

Der Notlagentarif der privaten Krankenvollversicherung

Am 1.08.2013 wurde in der privaten Krankenversicherung der Notlagentarif (auch Nichtzahlertarif genannt) eingeführt. Personen, welche die Versicherungsprämie nicht bezahlt haben, werden in diesen Tarif umgestuft, während der eigentliche Versicherungsvertrag ruhend gestellt wird.

Der monatliche Beitrag in diesem Tarif liegt zwischen 100 und 125 Euro. Aufgrund der niedrigen Prämie wird hier für den Versicherungsnehmer die Möglichkeit geschaffen, den Rückstand seines ursprünglichen Tarifes abzubezahlen. Nach Tilgung der Beitragsschulden wird der Versicherte in seinen abgeschlossenen Tarif zurückgestuft.

Im Rahmen des Notlagentarifs haben Versicherte den Anspruch auf medizinische Versorgung bei akuten Erkrankungen und Schmerzzuständen. Schwangere haben die Möglichkeit, Zusatzleistungen zu beanspruchen und für Kinder und Jugendliche besteht das Recht auf Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Früherkennung.

Sondertarif für Beamte in der privaten Krankenvollversicherung

Beamte und auch Beamtenanwärter unterliegen nicht der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht, und können frei entscheiden, ob sie sich im Rahmen der PKV oder GKV versichern möchten. Im Gegensatz zu Angestellten gibt es kein gesetzliches Mindesteinkommen für den Anschluss einer privaten Krankenversicherung.

Grundsätzlich erhalten Beamte von Ihrem Arbeitgeber, dem Staat, eine Beihilfe zu den Behandlungskosten. Diese erstreckt sich zwischen 50 und 80 Prozent und hängt von der Familiensituation ab.

Für den verbleibenden Anteil der Aufwendungen sind Beamte verpflichtet, entweder eine private Restkostenversicherung abzuschließen oder sich freiwillig in der GKV zu versichern. Für Beamte bieten private Krankenversicherer in der Regel besonders günstige Tarife mit zahlreichen Zusatzleistungen an.

Für Beamte ist die Wahl der privaten Krankenversicherung im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung in den meisten Fällen günstiger und vorteilhaft.

Für spezielle Berufsgruppen bei den Beamten übernimmt der Dienstherr keine Beihilfeleistungen, sondern eine sogenannte Heilfürsorge. Bundesländerbezogen werden hier sogar bis zu 100% der Kosten vom Staat übernommen. Zu diesen Berufsgruppen gehören:

Achtung! Kinder von Beamten im Studium

Da die Mehrzahl der Beamten im Rahmen der PKV krankenversichert ist, entscheiden sich auch deren Kinder beim Beginn des Studiums für die PKV. Auch sie sind bis zum vollendeten 25. Lebensjahr beihilfeberechtigt und zahlen somit nur für eine sehr günstige Restkostenversicherung.

Nach dem 25. Lebensjahr steigt allerdings der Beitragssatz für Studenten auf das Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung. Ab dem 30. Lebensjahr gibt es im Rahmen der PKV KEINE Studentenversicherung mehr und es wird die normale Prämie erhoben. Diese Prämie liegt weit über der freiwilligen Versicherung für Studenten in der GKV.

Ein Wechsel in die GKV ist für Studenten allerdings zu diesem Zeitpunkt nicht möglich! Die Rückkehr in die GKV kann erst mit Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses erfolgen.

Sondertarif für Studenten in der privaten Krankenvollversicherung

Studenten können sich zu Beginn ihres Studiums für die PKV entscheiden, wenn der Wechsel von der GKV zur PKV innerhalb von 3 Monaten erfolgt. Voraussetzung hierfür ist, dass sich der Student von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lässt, tut er dies nicht, gilt er automatisch im Rahmen der GKV als versichert. Dies gilt auch, wenn er zuvor privat versichert war!

Die Leistungen der Studententarife sind meist umfangreicher als die Leistungen der GKV, die gesetzliche Krankenversicherung für Studenten ist hingegen bis zum 25. Lebensjahr im Rahmen des Familientarifs kostenfrei.

ACHTUNG! Wer sich für eine private Krankenversicherung entscheidet, hat erst mit Beginn eines sozialversicherungsrechtlichen Beschäftigungsverhältnisses die Möglichkeit, in die GKV zurückzukehren!

Tarife für Selbständige, Freiberufliche und Angestellte der privaten Krankenvollversicherung

Selbständige und freiberuflich Tätige (wie Anwälte, Ärzte, Notare o.ä.) haben die Qual der Wahl im Rahmen der vielfältigen Angebote von privaten Krankenversicherungen.

Für diese Berufsgruppen empfiehlt sich ein ausführlicher Vergleich entweder mittels Online-Preisvergleichen oder aber die Beratung durch einen unabhängigen Versicherungsmakler.

Obwohl für Selbständige und Freiberufler die private Krankenversicherung bessere Gestaltungsmöglichkeiten sowohl im Deckungsumfang, als auch bei Beiträgen bietet, sollte hier nichts überstürzt werden.

Auch sollte man darauf achten, dass eine gewisse Grunddeckung im Rahmen der privaten Krankenversicherung gegeben ist, denn wer hier spart, muss im Krankheitsfall auf Leistungen verzichten oder diese aus der eigenen Tasche bezahlen.

Es empfehlen sich daher folgende Mindestanforderungen:

Hohe Selbstbehalte reduzieren zwar die Beitragshöhe, sind aber nicht empfehlenswert.

Annahmevoraussetzungen für die private Krankenvollversicherung

Eine private Krankenvollversicherung können alle Personen abschließen, welche keiner Pflichtversicherung im Rahmen der gesetzlichen Versicherung unterliegen. Das sind in der Regel:

Die Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

Die Rückkehr zur gesetzlichen Krankenversicherung und die Wiederaufnahme durch die GKV (gesetzliche Krankenversicherung) ist nach geltendem Recht unter folgenden Voraussetzungen möglich:

Kinder in der privaten Krankenvollversicherung

Kinder, deren Eltern in der GKV versichert sind, gelten bis zum vollendeten 18. Lebensjahr als prämienfrei mitversichert, bei Studium oder im Rahmen einer Ausbildung bis zum vollendeten 25. Lebensjahr. Diese Möglichkeit gibt es bei der privaten Krankenversicherung NICHT!

Im Rahmen der privaten Krankenvollversicherung wird für jedes Kind ein eigener Beitrag eingehoben. Der Versicherer ist allerdings verpflichtet, Kinder in den Versicherungsvertrag der Eltern aufzunehmen, sofern dies bis spätestens 2 Monate nach der Geburt beantragt wird.

Es gibt keine Gesundheitsprüfung und Risikozuschläge dürfen nicht eingehoben werden, auch wenn das Kind an angeborenen Krankheiten leidet. Dies gilt allerdings nur beim gleichen Tarif, den auch die Eltern haben und beim gleichen Versicherungsunternehmen. Bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter kann dieser auf eine Gesundheitsprüfung und gegebenenfalls auf Risikozuschläge bestehen.

Die private Krankenvollversicherung und Arbeitslosigkeit

Grundsätzlich gilt, wer Arbeitslosengeld I bezieht, ist im Rahmen der gesetzlichen Krankenkasse versicherungspflichtig und MUSS deshalb in die GKV wechseln.

Es besteht allerdings die Möglichkeit, sich von dieser Versicherungspflicht befreien zu lassen und zwar wenn in den letzten 5 Jahren vor der Arbeitslosigkeit keine gesetzliche Krankenversicherung bestand. Der Antrag muss innerhalb von 3 Monaten ab Bezug von Arbeitslosengeld I gestellt werden.

Achtung! Die Befreiung kann nicht widerrufen werden und gilt für die gesamte Dauer der Arbeitslosigkeit.

Privatversicherte, welche Arbeitslosengeld II erhalten, werden nicht versicherungspflichtig in der GKV.

Die Beitragsrückerstattung

Im Rahmen der PKV ist es üblich, Beitragsrückerstattungen bereits gezahlter Monatsbeiträge zu erhalten, sofern der Versicherte in einem gewissen Zeitraum keine Versicherungsleistung in Anspruch nimmt. Je nach Anbieter erfolgt die Bewertung oder Berechnung unterschiedlich. Zurzeit sind 3 verschiedene Beitragsrückerstattungssysteme marktüblich:

Die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung
Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Leistung des Versicherungsunternehmens und wird jährlich neu festgelegt. Die Höhe der Rückerstattung richtet sich nach dem Geschäftserfolg des Versicherers, beträgt aber maximal 6 Monatsbeiträge.

Die Pauschalleistung
Manche Versicherer bieten eine vertraglich garantiere Pauschalleistung als Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit des Kunden an. Diese Pauschalleistung steigert sich je nach Dauer der Leistungsfreiheit, beträgt aber maximal 6 Monatsbeiträge. Die Pauschalleistung wird unabhängig vom Geschäftserfolg des Versicherers ausbezahlt.

Der Leistungsfreiheitsrabatt
Ähnlich dem Schadenfreiheitsrabatt im Rahmen der KFZ-Versicherung bieten manche Versicherungsunternehmen auch Leistungsfreiheitsrabatte im Rahmen der Krankenversicherung an. Dieser Rabatt steigert sich von Jahr zu Jahr, sofern keine Leistung des Versicherungsnehmers in Anspruch genommen wird, bis zu maximal 50 Prozent des regulären Beitrages. Auch diese Leistung ist vertraglich garantiert und wird unabhängig vom Geschäftserfolgs des Unternehmens ausbezahlt.

Beim Versicherungsvergleich sollte man auch auf die Beitragsrückerstattung achten, da sich die Tarife der Versicherungsunternehmen hier wesentlich unterscheiden. Manche Gesellschaften legen der Berechnung den gesamten Monatsbeitrag zugrunde, während andere nur den Tarifanteil für ambulante oder zahnmedizinische Behandlungen bewerten.

Behandlungskosten und Abrechnung im Rahmen der PKV

Nach einem Arztbesuch erhält der Privatversicherte eine Rechnung direkt vom behandelndem Arzt. Diese Rechnung wird bei der Versicherung zum Kostenersatz eingereicht, genauso wie Rechnungen für Medikamente, Heilbedarf, Sehhilfen o.ä.

Eine Abrechnung über Verrechnungsstellen dürfen Ärzte nur mit Zustimmung des Privatpatienten durchführen.

Grundlage für eine Behandlung ist der Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patienten. Die PKV leistet im Rahmen der Versicherungsbedingungen lediglich Kostenersatz.

Dies bedeutet, dass in erster Linie der Patient für die Bezahlung der Behandlung verantwortlich ist. Bei Vorlage einer Versicherungskarte kann eine Abtretung der Rechte und eine Direktverrechnung mit dem Versicherer erfolgen. Dies gilt auch für Klinikaufenthalte. In Deutschland ist diese Abrechnungsart im Gegensatz zu anderen Ländern eher üblich.

Sollten sich bei der weiteren Verrechnung mit dem Versicherungsunternehmen Schwierigkeiten ergeben, da z.B. für gewisse Leistungen keine Anspruchsberechtigung besteht, ist der Patient zur Zahlung dieser Leistung verpflichtet, und kann im Notfall vom Arzt oder Krankenhaus auch auf Zahlung verklagt werden.

Grundsätzlich haben Versicherte im Rahmen der PKV das Recht, alle Behandlungsunterlagen, Rechnungen, Gutachten oder Kostenerstattungsbelege einzusehen. Auch besteht das Recht auf volle Akteneinsicht beim Versicherer über Unterlagen zur Prüfung der Leistungspflicht. Ausnahmen bestehen lediglich dann, wenn erhebliche therapeutische Gründe (wie z. B. bei einer Psychotherapie) gegeben sind oder wenn Rechte von Dritten verletzt werden könnten.

Die Private Krankenvollversicherung im Test – Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat im Jahre 2014 einen sehr umfangreichen Test zum Thema Private Krankenversicherung durchgeführt. Es wurden Tarife von 32 Versicherungsgesellschaften der Krankenvollversicherung verglichen, welche einen gewissen Mindestleistungsumfang angeboten haben und deren Selbstbehalt im vorgegebenen Rahmen lag.

Nicht berücksichtigt wurden Tarife ohne Altersrückstellung oder Hausarzttarife, sowie Tarife, welche nur in den neuen Bundesländern angeboten wurden.

Getestet wurde aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen von Berufsgruppen in 3 verschiedenen Kategorien und zwar

Jeder Tarif wurde auf das aktuelle Preis-Leistungs-Verhältnis zum Stichtag 01.03.2014 unter Berücksichtigung von ambulanten, stationären und Zusatzleistungen sowie Selbstbehalten untersucht und ausgewertet.

Das Leistungsniveau wurde in den Kategorien A-C ausgedrückt, um anzuzeigen, wie weit die Leistungen der jeweiligen Tarife über dem Leistungsniveau der GKV liegt. Hierbei gilt

Folgende Anbieter wurden von Stiftung Warentest bei dem Vergleich mit der Note Sehr Gut ausgezeichnet:

Wer den sehr ausführlichen kompletten Testbericht nachlesen möchte findet diesen unter https://www.test.de/Private-Krankenversicherung-im-Test-5-von-107-Tarifen-sind-sehr-gut-4692658-0/

Private Krankenversicherung – Tarifrechner

Grundsätzlich ist es immer von Vorteil, sich selbst ein Bild über den Markt und dessen Anbietern zu machen. Hierfür werden speziell im Internet zahlreiche Tarifrechner zum Thema private Krankenversicherung angeboten. Einige Links zu diesen Rechnern sind:

Allerdings ist es für den Laien sehr schwierig, alles Details und Besonderheiten auszumachen. Der Gang zu einem unabhängigen Versicherungsberater, welcher zur Bestberatung gesetzlich verpflichtet ist, ist daher mehr als empfehlenswert.

Sollte es doch zu einer Falsch- oder Minderberatung kommen, ist der Makler durch seine gesetzlich vorgeschriebene Berufshaftpflichtversicherung und somit auch der Kunde mit berechtigen Forderungen, abgedeckt. Beim Selbstabschluss trägt der Versicherungsnehmer dieses Risiko alleine.

Entscheidungshilfen für den Abschluss einer PKV oder GKV

Bevor Sie sich für eine private Krankenvollversicherung entscheiden, sollten Sie bedenken, dass diese Entscheidung lebenslang getätigt wird. Eine Rückkehr in die GKV ist oftmals nicht möglich. Im Rentenalter kann dies zu hohen Beiträgen bei geringeren Einkünften führen.

Sollten Sie Beamter oder Beamtenanwärter sein, lohnt sich die private Krankenversicherung als sehr günstige Option, da sich Beihilfezahlungen Ihres Dienstgebers im Pensionsalter erhöhen und diese auch für Familienmitglieder in Anspruch genommen werden können. Eine private Krankenversicherung ist daher in diesem Fall sehr günstig.

Angestellte oder Selbständige sollten sich eher nur privat versichern, sofern sie über genügend Altersrücklagen verfügen. Ein wesentlicher Vorteil der PKV besteht natürlich darin, dass Zusatzleistungen vereinbart werden können, die in der GKV womöglich nicht abgedeckt sind. Hier kommt es immer auf die individuellen Ansprüche an die Versicherung an.

Das System der privaten Krankenversicherung basiert auf Kostenerstattung. Das bedeutet, dass Sie für sämtliche Belege oder auch Kostenverhandlungen mit Ärzten, Krankenhäusern, Behandlungen usw. verantwortlich sind.

Die private Krankenzusatzversicherung

Da im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nicht immer alle Kosten zu 100% abgedeckt sind und dies zu hohen Eigenleistungen führen kann, haben Versicherer die Möglichkeit einer Krankenzusatzversicherung aufgegriffen und bieten Leistungen an, welche durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht oder nur unzureichend abgedeckt sind.

Zu den gängigsten privaten Krankenzusatzversicherungen gehören:

Die Zahnzusatzversicherung

Die Zahnzusatzversicherung wird von privaten Versicherungsunternehmen als Ergänzung zur gesetzlichen Versicherung angeboten und umfasst je nach Anbieter und Tarif den Ersatz von Zahlbehandlungskosten wie

Da die GKV ausschließlich für Leistungen der Regelversorgung aufkommt, müssen Patienten, die zusätzliche Leistungen beanspruchen, diese entweder selbst bezahlten oder mittels einer PKV für ausreichend Versicherungsschutz sorgen. Bei der Tarifgestaltung werden zwei Arten der Berechnung und Arten unterschieden. Der Tarif nach Art der Schadenversicherung und der Tarif nach Art der Lebensversicherung.

Der Tarif nach Art der Schadenversicherung

Der Tarif nach Art der Schadenversicherung stellt die häufigste Variante im Bereich der Zahnzusatzversicherung dar; die Berechnung erfolgt auf Basis einer vereinbarten Höchsthaftungssumme. Bei diesem Typ können Beiträge aufgrund von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen, aber auch durch das steigende Alter des Versicherten (was eine Risikoerhöhung darstellt) erhöht werden.

Aufgrund des höheren Marktangebotes von Versicherern und Produkten haben Konsumenten hier eine große Auswahl. Speziell für junge Leute stellt der Tarif nach Art der Schadenversicherung oft eine deutlich günstigere Variante dar.

Der Tarif nach Art der Lebensversicherung

Beim Tarif nach Art der Lebensversicherung hängt die Beitragshöhe vom Eintrittsalter des Versicherten ab. Diese Tarife verwenden ab Vertragsbeginn einen Anteil der monatlichen Beiträge für eine sogenannte Altersrückstellung.

Hier gibt es keine Beitragserhöhungen aufgrund des fortgeschrittenen Alters und laufende Verträge dürfen vom Versicherer, sofern keine Obliegenheitsverletzungen vom Versicherten vorliegen, nicht gekündigt werden. Betragserhöhungen aufgrund von Kostensteigerungen im Gesundheitswesen sind allerdings ebenfalls möglich.

Die Auslandskrankenversicherung

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt zwar innerhalb der Europäischen Union einen Teil der Krankenbehandlungskosten, den Großteil muss jedoch der Erkrankte selbst zahlen. Abhilfe haben hier private Versicherungsunternehmen mit der Auslandskrankenversicherung geschaffen. Unter Versicherungsschutz fallen hier

Abgesichert sind hier allerdings nur akute Notfälle! Die Fahrt nach Ungarn, um dort günstigere Zahnbehandlung zu erhalten, fällt nicht unter den Versicherungsschutz der Auslandskrankenversicherung.

Die kurzfristige Auslandskrankenversicherung oder Reiseversicherung

Die Reiseversicherung wird beim Buchen einer Reise im Reisebüro standardmäßig mit angeboten, und gilt im Normalfall für die Dauer der Reise.
Auch Kreditkartenanbieter, Automobilclubs und Versicherungsunternehmen bieten diese kurzfristigen Auslandskrankenversicherungen zu einem sehr günstigen Preis an. Der Abschluss ist jedenfalls empfehlenswert.

Die langfristige Auslandskrankenversicherung

Die langfristige Auslandskrankenversicherung eignet sich besonders für Personen, welche nicht nur Urlaub im Ausland machen, sondern auch dort arbeiten. Mit einer Deckungsdauer von maximal 5 Jahren, dies ist allerdings von Versicherer zu Versicherer verschieden, bietet diese Variante auch zusätzlichen Schutz für

Hier kann es allerdings je nach Reiseziel zu erheblichen Prämienunterschieden kommen.

Die Krankenhaustagegeldversicherung

Zur Kompensation von Mehraufwänden (Fahrtkosten, Haushaltshilfen, erhöhte Telefongebühren o.ä.), welche aufgrund eines vollstationären Heilbehandlungs- oder Krankenhausaufenthaltes entstehen können, dient die Krankenhaustagegeldversicherung. Sie leistet für jeden Tag, auch Samstage und Sonntage, einen im Versicherungsvertrag vereinbarten Tagsatzes. Aufnahme- und Entlassungstage werden in der Regel als volle Tage gewertet.

Die Prämienberechnung erfolgt altersunabhängig, beim Vertragsabschluss sind allerdings Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß zu beantworten. Die Krankenhaustagegeldversicherung wird häufig im Zuge einer Unfallversicherung angeboten.

Die Krankentagegeldversicherung

Die Krankentagegeldversicherung ist eine Versicherung, welche mögliche Einkommensausfälle im Zuge einer Erkrankung auffängt. Anders als die Krankenhaustagegeldversicherung gilt sie für die Dauer der gesamten Erkrankung. Bei Abschluss wird eine fiktive Höchsthaftungssumme vereinbart.

Voraussetzung für den Leistungsanspruch ist die vollständige, durch einen Arzt festgestellte, Arbeitsunfähigkeit.

Da die gesetzliche Krankenversicherung in der Regel Krankengeld (welche eine gesetzlich vorgeschriebene Regelleistung darstellt) bezahlt, ist die Krankentagegeldversicherung vor allem für Selbständige, Freiberufliche, Teilselbständige oder bei Verdiensten ab monatlich 4000 Euro brutto empfehlenswert um Verdienstausfälle aufzufangen.

Grundsätzlich ist in den Versicherungsbedingungen geregelt, dass die Summe aller Vergütungen das Nettoeinkommen des Anspruchstellers nicht überschreiten darf.

Ob das Bereicherungsverbot, welches im Rahmen der Schadenversicherung gilt, im Rahmen der Krankentagegeldversicherung, welche eine Summenversicherung darstellt, angewendet werden darf oder nicht, ist umstritten. Ein diesbezügliches Urteil vom Bundesgerichtshof ist noch nicht ergangen.

Seit 01.04.2017 ist für Schwangere eine Gesetzesänderung im Bereich der Krankentagegeldversicherung in Kraft. So müssen Versicherer während der Mutterschutzfristen jedenfalls Krankentagegeld ersetzen, sofern der Schwangeren kein anderweitiger angemessener Ersatz für den Verdienstausfall zusteht.

Die Pflegezusatzversicherung

Leider deckt die Pflegepflichtversicherung im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung nur einen Bruchteil der tatsächlich entstehenden Kosten ab. Ein von Versicherungsunternehmen angebotene Pflegezusatzversicherung kann helfen, diese Finanzierungslücken zu schließen.

Folgende Zusatzversicherung sind üblich:

Personen, die Leistungen der Pflegeversicherung beziehen, können auch einen Antrag auf Einkommensteuerreduktion stellen. Die Ermäßigung ist 20% höchstens jedoch 1200 Euro pro Jahr. Auch die Beiträge zur Pflegeversicherung sind steuerlich als Sonderausgaben absetzbar.

Die Pflegerentenversicherung

Die Pflegerentenversicherung wird wirksam, sobald die Pflegebedürftigkeit eintritt. Die Auszahlung der monatlichen Pflegerente erfolgt unabhängig, ob der Pflegebedürftige stationär, im Heim oder im Rahmen der Laienpflege versorgt wird.

Die Höhe der Leistungen bestimmt sich durch das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit, sprich der Pflegestufe. Die Auszahlung erfolgt netto, und muss nicht mehr versteuert werden.

Die Pflegekostenversicherung

Die Pflegekostenversicherung deckt jene nachgewiesenen Kosten, welche nach Leistung der gesetzlichen oder privaten Pflichtversicherung verbleiben. Bei manchen Anbietern erfolgt sogar eine Restkostenübernahme bis zu 100%.

Die Pflegetagegeldversicherung

Die Pflegetagegeldversicherung tritt bei nachgewiesener Pflegebedürftigkeit in Kraft. Das im Versicherungsvertrag vereinbarte Tagegeld wird unabhängig von der tatsächlichen Belastung durch die Pflege ausbezahlt, und richtet sich nach der Pflegestufe.

Man unterscheidet hier zwischen statisch, gestaffelten und modular, flexiblen Tarifen bei denen der Versicherungsnehmer je nach Tarif das Pflegetagegeld in der jeweiligen Stufe selbst festlegen kann, oder eine Berechnung mittels einer Staffelung erfolgt.

Die staatlich geförderte private Zusatzversicherung (Pflege-Bahr)

Seit Juni 2012 hat die Bundesregierung, mit der Verabschiedung des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes, beschlossen private Pflegezusatzversicherungen zu fördern. Durch die maßgebliche Beteiligung von Gesundheitsminister Daniel Bahr, hat sich die Bezeichnung Pflege-Bahr eingebürgert.

Trägt der Versicherte einen Mindestbetrag von 10,00 Euro pro Monat im Rahmen einer Pflegetagegeldversicherung, wird der Versicherungsvertrag mit 5 Euro pro Monat staatlich subventioniert. Außerdem sind diese geförderten Pflegetagegeldpolicen an bestimmte Mindestleistungen gebunden.

Die ambulante Zusatzversicherung

Speziell im Bereich der ambulanten Zusatzversicherung gibt es unzählige verschiedene Angebote von zahlreichen Versicherungsunternehmen, welche sich durch Prämiengestaltung und Deckungsumfang unterscheiden.

Gerade in diesem Bereich lohnt sich ein guter unabhängiger Vergleich der diversen Leistungs- und Prämienangebote.

Folgende Leistungen sind im Rahmen der ambulanten Zusatzversicherung möglich:

Die stationäre Zusatzversicherung

Auch im Bereich der stationären Zusatzversicherung bieten Versicherungsunternehmen einiges an Leistungen, welche durch die gesetzliche Krankenkasse nicht abgesichert sind.

Abhängig vom Tarif des jeweiligen Versicherers sind folgende Zusatzleistung im stationären Bereich möglich:

Viele Versicherungsunternehmen bieten bei Nichtinanspruchnahme der stationären Zusatzleistungen die Auszahlung eines vereinbarten Krankenhaustagegelds an.

Die Kündigung der privaten Krankenzusatzversicherung

Die PKV ist zum Ende jedes Versicherungsjahres unter Einhaltung einer 3-monatigen Kündigungsfrist möglich. Bei Vereinbarung einer Mindestvertragsdauer gilt diese Frist erstmals zum Ablauf der Laufzeit.

Achtung! Ein Versicherungsjahr ist im Versicherungsvertrag vereinbart und muss nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen!

Im Falle von Beitragserhöhungen besteht die Möglichkeit eines Sonderkündigungsrechtes. Die Kündigungsfrist hierbei beträgt 2 Monate ab dem Erhalt der Änderungsmitteilung, und der Vertrag erlischt zum Zeitpunkt der geplanten Beitragserhöhung.

Die Kündigung der privaten Krankenvollversicherung

Grundsätzlich gelten für die private Krankenvollversicherung die gleichen Kündigungsmodalitäten wie für die Krankenzusatzversicherung.

Da aber in Deutschland die Pflicht zur Krankenversicherung besteht, ist bei der Kündigung der Krankenvollversicherung folgendes zu beachten:

Sollte die Kündigung der privaten Krankenvollversicherung nur vorübergehend sein, und eine Rückkehr in die PKV ist geplant (z.B. durch einen Auslandsaufenthalt, oder Arbeitslosigkeit), empfiehlt es sich eine sogenannte Anwartschaftsversicherung abzuschließen.

Die Anwartschaftsversicherung

Die Anwartschaftsversicherung garantiert das Wiederaufleben eines privaten Krankenversicherungsvertrages. Hierbei wird zwischen der kleinen und der großen Anwartschaft unterschieden. Während die kleine Anwartschaft eine neuerliche Gesundheitsprüfung erspart, zeichnet sich die große Anwartschaft dadurch aus, dass der Versicherungsvertrag mit dem ursprünglichen Eintrittsalter und dadurch mit einem geringeren Beitrag fortgeführt wird.

Fazit zum Thema private Krankenversicherungen

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